
HI, ICH BIN CHIARA...










...und ich glaube nicht an perfekte Balance.
Ich glaube an Momente, in denen wir wieder bei uns ankommen, mitten im Chaos.
Ich wurde mit 22 Mama und war von Anfang an alleinerziehend. Früh Verantwortung zu übernehmen, stark zu sein und alles alleine zu stemmen, war kein bewusst gewählter Weg, sondern Realität. Schon als Kind habe ich gelernt, dass Leistung erwartet wird. Dass ein Einser nicht reicht, wenn es nicht die volle Punktezahl ist. Dass man sich doppelt anstrengen muss, um halb so gut zu gelten.
So bin ich in die Welt hinausgegangen: leistungsbereit, verlässlich, engagiert und mit dem Gefühl, nie ganz genug zu sein.
Ich habe viele Jahre in unterschiedlichen Jobs gearbeitet, oft mehr gegeben, als gesund war. Phasen von Überlastung, Erschöpfung und innerem Druck waren Teil davon. Über meine Psychotherapeutin bin ich schließlich zum Yoga gekommen. Nicht als Lifestyle, sondern als notwendiger Gegenpol.
Was ich am Vinyasa Flow liebe, ist genau diese Kombination:
Er ist fordernd, bewegt, präsent. Kein „Herumsitzen“, kein Abschalten vom Leben, sondern ein ehrliches In-Kontakt-Kommen mit dem eigenen Körper. Gleichzeitig schafft er Raum, Ausgleich und Klarheit.
Meine eigene Bewegungsgeschichte begann früh: Bis zu meinem 15. Lebensjahr habe ich Ballett getanzt, unter anderem an der Wiener Staatsoper. Später folgten Fitness, Bikram Yoga, Crossfit und Functional Training - bis mich Verletzungen dazu gezwungen haben, umzudenken. 2019 fand ich schließlich dauerhaft zum Yoga.
2020 begann ich meine Yogalehrerausbildung in der Yogawerkstatt Wien (Basis Ashtanga), 2021 startete ich mit dem Unterrichten. 2022 absolvierte ich zusätzlich eine 100h Yin Yoga Ausbildung. Parallel arbeitete ich im psychosozialen Bereich bei Anima Mentis, wo Yoga als Teil der mentalen Gesundheitsprävention eingesetzt wurde. Diese Verbindung aus Körperarbeit und mentaler Gesundheit prägt meinen Unterricht bis heute.
Durch die vielen Stunden, die ich unterrichtet habe, weiß ich, wie unterschiedlich Körper sind und wie wichtig klare, sichere Anleitung ist. Besonders im Onlineyogaunterricht. Meine Klassen sind strukturiert, präzise und realistisch aufgebaut, sodass du dich auch von zu Hause aus gut begleitet fühlst.
Ich selbst liebe kurze, kompakte Formate. Alles, was zwischen 10 und 45 Minuten liegt. Nicht, weil es „weniger“ ist, sondern weil es nachhaltiger ist und sich einfacher in den Alltag integrieren lässt. Es kommt nicht auf die Länge an, sondern auf Regelmäßigkeit, Qualität und Ehrlichkeit.
Yoga hat mir geholfen, Leistung neu zu verstehen.
Nicht als ständiges Durchziehen, sondern als Balance zwischen Einsatz und Pause. Pausen nicht als Belohnung zu sehen, sondern als Teil der Leistung.
Natürlich tappe auch ich immer wieder in alte Muster. Wir Frauen sind oft Kümmererinnen. Es ist nicht leicht, sich zurückzuziehen, wenn rundherum gefühlt alles zusammenbricht. Aber genau deshalb braucht es Räume, in denen wir lernen dürfen, uns selbst ernst zu nehmen.
Heute unterrichte ich Yoga für Frauen, die viel leisten und oft wenig Raum für sich haben. Für Frauen, die Bewegung wollen, die wirkt, körperlich fordernd ist und zugleich ausgleichend.
Für die Matte.
Und für alles, was danach kommt.


